Nicht nur aufs Geldverdienen schauen

Fisherman´s friend – die Berufswelt einmal anders erleben

IBBENBÜREN. Nein, bei dem Projekt „Fisherman´s friend“ ging es nicht um die bekannte Lutschpastille, sondern um das Kennenlernen von sozialen und pastoralen Berufen, welche man als Schüler so vielleicht nicht im Blick hat. Was bewegt Menschen dazu, diese Berufe zu ergreifen, wann und wo haben sie sich dazu berufen gefühlt?

Diese und andere Fragen konnten ca. 100 Schüler der Anne-Frank-Realschule und der Roncalli-Realschule aus Ibbenbüren den acht Referenten des Projekts stellen und sie dabei größtenteils an ihrem Arbeitsplatz besuchen. Die Schüler, welche sich freiwillig gemeldet hatten, „erliefen“ mit Hilfe eines Plans die Arbeitsplätze und konnten Fragen zur Berufswahl stellen.

Zu den Anlaufstellen gehörten die Caritas, die Familienbildungsstätte, die katholische und evangelische Jugendseelsorge, das Deutsche Rote Kreuz, die Krankenhausseelsorge sowie das erste Mal das Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche in Ibbenbüren. Ziel des Projekts war es einerseits, die Vielfältigkeit von Berufen in sozialem und kirchlichem Umfeld aufzuzeigen, andererseits den Schülern aber auch einen neuen Blickwinkel auf das Berufsleben zu ermöglichen: dass Beruf eben auch etwas mit Berufung zu tun haben kann.

Organisiert wurde dieses erfolgreiche Projekt zum zweiten Mal von den Schulseelsorgern beider Realschulen sowie Religionslehrerinnen der Anne-Frank-Realschule. Am Donnerstag trafen sich die Teilnehmer noch einmal im Pfarrheim St. Mauritius.

Nina Henkes Motivation war das Kennenlernen sozialer Berufe. „Ich hatte bereits Interesse daran und wollte mich näher über Sozialarbeit informieren“, sagte die Schülerin der Klasse 9a der Anne-Frank-Realschule. Ihre Klassenkameradin Angelika Rombach war sich über ihren späteren Beruf noch nicht im Klaren und deshalb auf der Suche nach Ansprechpartnern für ihre Fragen.

Pressesprecher Jo Henning Richter hatte das vielfältige Spektrum der Berufe im DRK vorgestellt und Krankenhausseelsorger Manfred Liesbrock auf die Berufsgruppen verwiesen, die für den reibungslosen Betrieb des Klinikums nötig sind - vom Heizungsbauer bis zum Chefarzt. „Das Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche leistet Unterstützung bei der Berufswahl“, betonte Anne Lahrmann. Jeder solle tun, wofür er Talent hat und nicht nur auf das Geldverdienen schauen, hatte Pfarrer Stefan Dördelmann den Schülern als Rat gegeben.

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