Kontakt im Schnellverfahren

Speed-Dating zwischen Schülern und Arbeitgebern

Zum dritten Mal veranstaltete die Anne-Frank-Realschule am Freitag ein Speed-Dating zwischen Neunt- und Zehntklässlern auf der einen sowie regionalen Arbeitgebern auf der anderen Seite. Insgesamt 14 Firmen, darunter Dienstleistungs- und produzierendes Gewerbe, Handwerks- und Einzelhandelsbetriebe, traten in Kontakt mit künftigen Auszubildenden, stellten Berufe vor und berichteten vom Arbeitsalltag in ihren Betrieben.

Die Personalchefs brachten Informationen über ihre Unternehmen mit, die Schüler ihren Lebenslauf, der Rest entwickelte sich im maximal zehnminütigen Gespräch unter vier, manchmal auch sechs Augen. Das Speed-Dating verfolge gleich mehrere Ziele, erklärten Karsten Zander und Christine Dreskornfeld. Die Pädagogen sind für die Studien- und Berufswahlkoordination an der Schule zuständig. Im Vordergrund stehe natürlich die berufliche Orientierung, so Zander: „Unsere Schülerinnen und Schüler erfahren aus erster Hand etwas über Ausbildungsberufe, Zugangsvoraussetzungen und in Frage kommende Betriebe.“ Natürlich hoffe man aber auch, dass sich aus der ersten Kontaktaufnahme hier und da ein Praktikum oder im besten Fall ein Ausbildungsplatz entwickle, ergänzte Christine Dreskornfeld. Auch die neue Schulleiterin, Ruth Spölgen, war von dem Konzept begeistert. Sie sehe das Speed-Dating nicht zuletzt als eine Art Testlauf für spätere Bewerbungsgespräche. Die Schüler seien beim Speed-Dating in einer Situation, die dem recht nahe komme.

Praktikum in Aussicht

Die Jugendlichen selbst wissen sehr gut, worum es für sie geht. Sie haben sich ihre Gesprächspartner im Vorfeld sorgfältig ausgesucht, und stehen jetzt – sichtlich aufgeregt, mit ihren Unterlagen in der Hand – Schlange für die jeweiligen Dates. Zum Beispiel Vivien Schüttken. Die Zehntklässlerin hat bereits zwei Gespräche geführt und wartet auf das dritte. „Mir hilft das hier sehr, man kann Fragen stellen und ich habe sogar ein Praktikum in Aussicht“, sagt sie.

Unterstützt wird das Azubi-Speed-Dating von der Handwerkskammer (HWK) Münster sowie von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Aus Sicht der Verbände sei es sehr wichtig, dass die Nachwuchsgewinnung auch in der Schule stattfindet, meinte Julia Börmann von der HWK-Ausbildungsvermittlung. „Wir wollen junge Schulabgänger auch darauf hinweisen, das wir bei der Berufsfindung unterstützen können“, wie IHK-Beraterin Anke Sültemeyer hinzufügte.

Quellenangabe: „Video: ivz-aktuell.de, 24. September 2017, Bericht: Holger Luck und Stefan Nieland, ©ivz.medien GmbH & Co. KG , alle Rechte vorbehalten.“

 

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